Workshop "Schwarzweißfilme belichten und entwickeln"

Zurück zum Ursprung der Fotografie – ein Workshop voller Magie

Wie fühlt es sich an, Fotografie ganz bewusst und entschleunigt zu erleben? Dieser Frage gehen die Teilnehmenden im Workshop mit Christian Jähnl zur analogen Schwarz-Weiß-Fotografie nach – und werden mit einer besonderen Mischung aus Handwerk, Kreativität und Spannung belohnt.

Nach einem kurzen Einstieg in die Grundlagen von Belichtung, Zeit und Blende – inklusive der bewährten Sunny-16-Regel – wird schnell klar: Hier geht es nicht nur um Theorie, sondern ums Ausprobieren. Christian stellt den Bau eines einfachen Belichtungsmessers vor und gibt Einblicke in Techniken wie Push- und Pull-Entwicklung.

Dann wird es greifbar: Die benötigten Kameras werden von Christian nach einer kurzen Einschulung zur Verfügung gestellt – Fotoapparte aus verschiedenen Jahrzehnten wechseln die Hände. Jede Kamera hat ihre Eigenheiten und eröffnet einen neuen Blick auf das Fotografieren. Gemeinsam geht es nach draußen, wo Motive gesucht, Licht eingeschätzt und der richtige Moment bewusst gewählt wird – ganz ohne Display, ganz im Vertrauen auf das eigene Auge.

Die eigentliche Magie offenbart sich jedoch erst im nächsten Schritt: Im Wechselsack wird konzentriert gearbeitet. Film für Film wird in die Spiralen gespult, die Entwicklung sorgfältig durchgeführt – und mit jedem Handgriff wächst die Spannung. Als schließlich die ersten Negative sichtbar werden, ist die Begeisterung spürbar: Bilder, die kurz zuvor noch unsichtbar waren, halten eingefangene Momente fest.

Workshop "Schwarzweißfilme belichten und entwickeln"
Workshop "Schwarzweißfilme belichten und entwickeln"
Workshop "Schwarzweißfilme belichten und entwickeln"
Workshop "Schwarzweißfilme belichten und entwickeln"

Beim Treffen 17 zwei Tage später zeigt uns Christian Jähnl, wie es mit den entwickelten Filmen weitergeht. Im Mittelpunkt steht die Digitalisierung von Negativen. Zu Beginn gibt er einen kompakten Überblick über verschiedene Möglichkeiten. 

Besonders niederschwellig ist der Zugang mit dem PictoScanner: In Kombination mit einer Smartphone-App verwandelt sich das Handy quasi in eine kleine, moderne Dunkelkammer. Dias, Farbnegative und Schwarz-Weiß-Filme lassen sich damit unkompliziert erfassen – schnell und direkt.

Deutlich vielseitiger zeigt sich das DigitaLIZA Max Film-Scanning-Kit. Es erlaubt kreatives Scannen unterschiedlichster Formate – von 35 mm über 110er bis hin zu 120er. Mit einer Hintergrundleuchte und verschiedenen Masken wird das Digitalisieren hier zu einem flexiblen und qualitativ hochwertigen Prozess, egal ob mit Kamera oder Smartphone.

Als besonders effiziente Alternative zum klassischen Scannen lernen wir den Diakopiervorsatz kennen. Dieses optische Zubehör wird direkt vor das Objektiv einer Kamera montiert. Das Negativ wird vorne eingespannt und von hinten durch ein Blitzgerät gleichmäßig ausgeleuchtet. Im Vergleich zu Flachbett- oder Diascannern ist diese Methode deutlich schneller und liefert erstaunlich gute Ergebnisse.

Workshop "Schwarzweißfilme belichten und entwickeln"

Nach der Einführung wird es konkret: Christian hat ein Setup vorbereitet und digitalisiert exemplarisch einige Negative. Wir können ihm dabei über die Schulter schauen, Fragen und Ergebnisse diskutieren.

Digitalisiertes Negativ; fotografiert mit einer Retinette
Analogaufnahme mit einer Retinette

Hier sind alle wichtigen Informationen zum Workshop zusammengefasst, auch die gescannten Ergebnisse des Workshops kann man sich ansehen – danke an Christian für die Freigabe des Links:
https://padlet.com/e_skorzak/filme-entwickeln-in-schwarzwei-t6qeewk4toh…

Ein Workshop, der gezeigt hat: Analoge Fotografie ist mehr als Technik – sie ist ein Erlebnis.