Panorama #33
N47°10' / E11°40'
Fotograf: Markus Jenewein
Seehöhe: 2383 m
3. Juli 2011 / ca.11:00 Uhr
bewölkt, windig, sonnig, Schneefall
Laut Telefonaten bzw. Schriftverkehr zwischen dem Militärkommando Tirol und dem Tiroler Bildungsinstitut Medienzentrum darf dieser Standpunkt im Militärgebiet Lizum Walchen mit einer Sondergenehmigung für dieses Projekt fotografiert werden. Bei meinem ersten Telefonat wurde ich gefragt, wie viel meine Fotoausrüstung wiegt? Da der Rucksack mit der Fotoausrüstung nur ca. 15 kg wiegt, war dieser leider zu leicht für den angebotenen Hubschraubertransport und wir vereinbarten das Ganze zu Fuß zu erledigen. Ich telefonierte mit Herrn Oberstleutnant Ostermann und vereinbarte einen Termin zum Fotografieren.
Den ersten Termin musste ich leider absagen, da es in der Lizum Walchen starken Regen und oben starken Schneefall gab. Der Wetterbericht hatte zwar gutes Wetter vorhergesagt, aber leider war es nicht so.
Ich vereinbarte einen zweiten Termin telefonisch und wurde in die Sicherheitsmaßnahmen des Bundesheeres eingewiesen: „Sie dürfen die Wege nicht verlassen, da es sich um militärisches Gebiet für Schießübungen handelt! Sie müssen auf Gegenstände am Boden achten und bei unbekannten Objekten sofort Bescheid geben! Sie dürfen nichts in den Boden rammen! Sie dürfen keine militärischen Gegenstände fotografieren!“ Herr Obstlt Ostermann ging mit einer Truppe sicherheitshalber das Gebiet Richtung Torwand ab.
An diesem Tag bekam ich einen Passierschein zum Befahren der Straße bzw. zum Parken beim Truppenübungsplatz Lizum Walchen vom OVT Vizeleutnant Kunst sowie die Handynummer, falls was passieren würde bzw. falls ich etwas Auffälliges finden würde. Mit diesem „mulmigen“ Gefühl ging ich auf einem gekennzeichneten Wanderweg Richtung Torjoch.
Die Landschaft war ein Traum und das Wetter hatte so richtige Lichtspiele erzeugt - das perfekte Wetter zum Fotografieren. Ich sah Schweine, Kühe und immer wieder Murmeltiere. Die Almrosen bzw. die Blumen waren zwar vom Schnee bedeckt, aber sie leuchteten trotzdem in voller Pracht.
Oben am Panoramapunkt angelangt, hat kurz die Sonne geschienen. Danach ist der Wind aufgekommen und es hat geschneit. Die ganze Landschaft bzw. Wanderung war ein echtes Highlight für mich. Ich war so von der Landschaft bzw. von den Lichtstimmungen beeindruckt, dass ich mich unten erkundigte, ob man ohne Sondergenehmigung diese Wanderung machen darf. Mir wurde mitgeteilt, dass jeder auf den gekennzeichneten Wegen wandern darf, diese aber nicht verlassen dürfe.
Ein dickes Lob an alle für den reibungslosen Ablauf! Es war alles gut vorbereitet und jeder wusste über mein Kommen bzw. Vorhaben Bescheid.
(Markus Jenewein)

