Wolfgang Schwaiger
Landesverdienstmedaille 2004
für Verdienste um die Land- und Forstwirtschaft als Rechtsreferent der Landarbeiterkammer
Innsbruck, 5. Juli 2005
Fotografie: Andrea Berger
Interview: Josef Sieß
Ausgezeichnet mit der Landesverdienstmedaille 2004 für Verdienste um die Land- und Forstwirtschaft als Rechtsreferent der Landarbeiterkammer
Ich bin in Salzburg im Internat gewesen, im Boromeum, und hab dort nach 8 Jahren die Matura abgelegt und hab dort auch ein bisschen schon den Grundstein gelegt bekommen, vielleicht auch selbst gelegt für humanitäre Geschichten …
… gegen Ende des Gerichtsjahres hat mich dann der Ruf ereilt von der Landarbeiterkammer, ich sollte doch als Rechtsreferent eintreten…
…Meine Aufgabe ist es zunächst gewesen im Arbeits- und Sozialrechtsreferat die Arbeitnehmer in der land- und Forstwirtschaft zu beraten.
… Wenn ich ganz ehrlich bin, hab ich eigentlich immer Musiker werden wollen…
… Die Kaiserjägermusik prägt ganz wesentlich mein Leben, weil ich einfach, nachdem ich Musik studieren wollte und das von meinen Eltern, zwar nicht abgelehnt wurde, aber die gesagt haben: „Wolfgang, überlege dir das noch einmal. Glaubst du nicht, das es vielleicht günstiger ist, du hast einen bodenständigen Beruf, als du bist vielleicht ein Musiker, der den Durchbruch nicht schafft und du vegetierst dahin mit ein paar Stunden hier und ein paar Stunden da!“ – da hab ich mir eigentlich gedacht: „Warum hat die Mutter nicht recht?“ und ich mir gesagt, ich möchte ein Studium machen, das möglichst kurz ist. Und das kürzeste Studium in diese Richtung war die Juristerei, die mir im Wesentlichen schon gefallen hat, aber wo ich mir vorher eigentlich nicht so ganz die konkreten Gedanken darüber gemacht hab, dass ich Jurist werden wollte.“
… dass heute, aufgrund der Probleme am Arbeitsmarkt, und die Probleme gibt’s auch in der Land- und Forstwirtschaft, dass sich die Position des Dienstnehmers wesentlich verschlechtert hat. Wir sind zwar sehr erfolgreich bei den Kollektivvertragsabschlüssen – und, und, und – wir haben sehr viel erreichen können für die Arbeitnehmer, aber wir stellen merklich fest, dass sich die Arbeitnehmer nicht mehr so trauen zur Interessenvertretung zu kommen, weil sie dadurch Probleme mit ihren Arbeitgebern kriegen.
… am befriedigsten war natürlich (Anm.: bezogen auf die Arbeit) das glückliche Gesicht eines Vertretenen zu sehen.
… Neben dem Beruf und Familie ist die Musik eine wesentliche Säule meines Lebens und da kann ich in relativ kurzen Übungs-, Probestunden so abschalten, dass ich wieder Kraft schöpfe für die Arbeit und auch wieder für die Familie. Die Kaiserjägermusik macht mir sehr, sehr viel Spaß und ist ein wichtiger Ausgleich. Ich übe dort auch schon seit 27 Jahren die Funktion als Schriftführer aus.
