Sebastian Haunolter
Landesverdienstmedaille 2004
für Verdienste um das Blasmusikwesen als langjähriger Kapellmeister der Musikkapelle Schwendt
Schwendt, 25. Mai 2005
Fotografie: Maria Schott
Interview: Rudolf Widmoser
Ausgezeichnet mit der Landesverdienstmedaille 2004 für Verdienste um das Blasmusikwesen als langjähriger Kapellmeister der Musikkapelle Schwendt
Meine Mutter hat in frühester Kindheit, speziell mit meiner jüngeren Schwester, versucht uns immer zum Singen zu animieren. Das hat sie spielend gemacht mit uns. Sie hat immer Volkslieder und auch Kirchenlieder, während sie in der Küche gekocht hat, mit uns gesungen. Und so haben wir diese Lieder spielerisch gelernt. Wie wir dann in die Schule gekommen sind, haben wir diese Lieder schon können, wo andere sie erst lernen haben müssen. Musik war in unserer Familie schon immer vorhanden. Sei es mütterlicher seits, ein Bruder meiner Mutter war sehr musikalisch. Und auch väterlicherseits: mein Onkel war in Schwendt auch schon Kapellmeister
… Mich hat das immer schon begeistert. Wenn die Musikkapelle ein Konzert gemacht hat, habe ich immer zugehört und so ist das auch gekommen. … Ich hab gefragt, ob ich ein Instrument lernen kann … und meine Mutter hat gesorgt, dass ich auch einen Harmoniumunterricht in meiner Jugendzeit bekommen hab und auch in der Zeit, während ich die Fachschule besucht habe. Auch hab ich mit meinen Geschwistern im Kirchenchor mitgesungen. Gitarre habe ich mir selbst gelernt. Ich hab Harmonium gelernt, Orgel gelernt. Und in der Blasmusik habe ich zuerst Tuba gelernt, dann Posaune, dann Tenorhorn. Dass ich Kapellmeister geworden bin, das hat sich so ergeben. … Mein Vorgänger hat das aus gesundheitlichen Gründen lassen müssen … und auf Grund der musikalischen Vorbildung heißt es dann, ja du bist der Beste, du sollst das machen. So ist das gekommen.
… Wenn jemand sich nicht integrieren will, der ist nicht lang bei der Musik, den haltest du nicht lange aus. Und der andere, der sich dann da integriert, richtet sich nach den Grundsätzen, die man da braucht. Man braucht halt auch bei einem Verein Toleranz und Großmütigkeit. … Und das sind so Sachen, die der junge Mensch da lernt und ich glaub, das bringt ihm später im beruflichen Leben oder auch im familiären Leben Vorteile.
… Musik ist ja für das Innenleben des Menschen eigentlich eine wichtige Sache und da eine gute Balance zu haben, ist vielleicht auch die Voraussetzung, dass man beruflich auch ausgeglichen ist.
