Maria Margreiter
Landesverdienstmedaille 2004
für Verdienste um die Landwirtschaft als langjährige Orts- und Gebietsbäuerin
Kundl, 4. Mai 2005
Fotografie: Christine Bitsche
Interview: Josef Sieß
Ausgezeichnet mit der Landesverdienstmedaille 2004 für Verdienste um die Landwirtschaft als langjährige Orts- und Gebietsbäuerin
Ich bin geboren in Hopfgarten im Brixental. Wir haben auch einen Bauerhof, einen Vollerwerbsbetrieb früher gehabt – heute ist es auch kein Vollerwerbs mehr. Ich hab 4 Schwestern und einen Bruder. … Ich hab Voksschule gemacht, hab Hauptschule gemacht, hab Haushaltungsschule in Kitzbühel gemacht, ich hab die Familienhelferinnenschule in Innsbruck gemacht, war Familienhelferin in Kundl . Da bin ich seit 1972 und hab 1974 geheiratet, auf diesen Hof her.
… Ich bin jetzt 15 Jahre Ortsbäuerin, 9 Jahre Gebietsbäuerin, 2 Jahre Kammerrätin und auch Gemeinderätin. … Ich bin eigentlich als Lückenbüßerin in dieses Amt gekommen. Wie meine Vorgängerin aufgehört hat, dann haben sie eine gesucht. Und wie das oft ist – jede sagt nein, nein – und ich bin da wie die Jungfrau zum Kinde gekommen, keinen blassen Tau gehabt – oder wenig halt. Und hab gesagt, ich bleib 6 Jahre und inzwischen sind es 15 Jahre…
… Ja, man kommt ein bissel außer aus der eigenen Arbeit, wenn man unter Leuten ist, wenn man zu der Sitzung geht, oder diese Fahrt macht, oder andere Bäuerinnen trifft. ... Und das ist eben auch das Tolle, wenn man ein bissel rauskommt, sich mit anderen unterhalten kann. Auch von einer anderen Sicht etwas hört und sieht und ein bisschen über den eigenen Gartenzaun hinaus schaut
… Fragen sie meinen Mann, wie oft ich in der Woche dahin bin (Anm.: lacht). – Nein, der akzeptiert das, sonst ginge es eh nicht. … Durch die Gemeindearbeit ist man die Woche sicher 3- bis 5-mal dahin. Aber ich tu das recht gern und es lässt sich schon irgendwie – es geht allweil wieder. Die Kinder sind groß in der Zwischenzeit. … Nein, das lässt sich soweit ganz gut organisieren.
