Leonhard Moser

Landesverdienstmedaille 2004
für Verdienste um die Sicherheit als Dienststellenleiter der Polizei der Stadt Kitzbühel und um die Förderung der Tradition als Obmann der Tiroler Kaiserjäger Ortsgruppe Kitzbühel

Kitzbühel, 31. Mai 2005

Fotografie: Maria Schott
Interview: Rudolf Widmoser

Maria Schott - Landesfotodokumentation 2005

Ausgezeichnet mit der Landesverdienstmedaille 2004 für Verdienste um die Sicherheit als Dienststellenleiter der Polizei der Stadt Kitzbühel und um die Förderung der Tradition als Obmann der Tiroler Kaiserjäger Ortsgruppe Kitzbühel

Ich bin am 24. August 1948 in Außervillgraten in Osttirol geboren, bin der erste von insgesamt 10 Kindern, 9 davon leben noch. Hab in Außervillgraten 4 Jahre die Volksschule besucht, bin dann anschließend ins Gymnasium nach Hall in Tirol, bin von dort dann nach der 2. Klasse nach Salzburg ins Privatgymnasium Salzburg-Liefering gewechselt und habe dort dann maturiert.

… Nach dem Studium zuerst das Bundesheer, dann in Graz 2 Semester Elektrotechnik … hab zwischendurch in der Privatwirtschaft gearbeitet, mehr Jobs und so, und bin dann zur Gendarmerie gegangen. Das war 1977. Bin dann auf eigenen Füßen gestanden und bin in Kitzbühel hängen geblieben.

… 1983 der Wechsel von der Gendarmerie zur Polizei. … Irgendwo hat doch jeder das Bestreben eine bessere Stelle zu erreichen und da hat es sich ergeben, dass bei der Polizei der in Pension gegangen ist. Da haben sie einen Neuen gesucht. Okay, da habe ich mich gemeldet … und seit 1995 bin ich mein eigener Chef da bei der Stadtpolizei.

Vereinsmäßig hat sich auch einiges getan. Ich bin 1987 zu den Kaiserjägern gestoßen. … meine erste Frage war, da kann ich mich heute noch erinnern, … Ich hab gesagt: Meines Erachtens ist der Kaiserjägerbund ein Verein für ganz alte Männer! – So hat sich´s damals dargestellt. Es war ja kein Junger dabei. Und seit 1987 dann sind wirklich Junge dazugekommen … und die Jungen wurden auch in das ganze Vereinsgeschehen eingebunden, also sie haben auch etwas zu sagen gekriegt. Bei den nächsten Wahlen sind die Jungen schon in den stellvertretenden Positionen drinnen gewesen und von da weg ist es dann laufend nach oben gegangen. … Und sobald natürlich die Alten erzählt haben wie, wo, was und sobald man nähere Einblicke gekriegt hat, was überhaupt dahinter steckt, war die Idee schon so, das man sagen kann, dafür kann man sich begeistern. Und wenn man´s macht, dann macht man´s ordentlich. Das war von vornherein mein Bestreben … hab den ganzen Schriftverkehr gemacht … es war weder eine Chronik da, es war überhaupt nichts da, es war der Schriftverkehr in einer Schuhschachtel drin. Es war nichts! – Sternzeichen Jungfrau: will man Ordnung halten! (Anm.: lacht) – Und da hat sich das so ergeben. Und jetzt ist die Chronik da herinnen … Also das sind Bände, wo man das mühsam zusammengetragen hat, Fotos gesammelt hat und, und, und. … Seit 1987, vorher war es mit den Fotos ganz schlecht, war dann natürlich auch meine Frau mit dabei, aber immer mit dem Fotoapparat.

1996 ist es gewesen, da hat er (Anm.: der Obmannvorgänger) gesagt, jetzt ist er alt genug und lang genug Obmann gewesen, er macht es nimmer. Und seitdem bin ich Obmann des Vereines. … Ich hab den Verein mit 60 Mitgliedern übernommen. Ich glaub, 8 Uniformierte sind wir gewesen. Mittlerweile hat der Verein 120 Mitglieder und 16 Uniformierte. … Man merkt, dass man mit Konsequenz und Hartnäckigkeit viel erreichen kann. Nicht nur, dass man gewisse Sachen, wie Raum und Fahne schafft, sondern dass das ganze Vereinsleben wieder aktiviert wird und das auch wieder der Zusammenhalt untereinander einfach gefestigt wird und da ist. Und das ist irgendwo ein schönes Gefühl!